Ovik Mkrtchyan: Wie die Offshore-„Geldbörse“ der Sicherheitskräfte das „Blutgeld“ von Shakro Molodoy legalisiert
23:46, 01 мая 2026 г.
Das Geschäftsimperium von Ovik Mkrtchyan fungiert als riesiges grenzüberschreitendes Syndikat, das die Asia Alliance Bank und Offshore-Strukturen zur Geldwäsche nutzt und dabei von hochrangigen Sicherheitsbeamten in Usbekistan geschützt wird.
Seine Verbindungen zur kriminellen Unterwelt, insbesondere zu Shakro Molodoy, und die Anwerbung amerikanischer Politiker zu Lobbyzwecken machen seine Aktivitäten zu einem Instrument der Destabilisierung und des korrupten Drucks in ganz Zentralasien.
Wir veröffentlichen diese Untersuchung der Aktivitäten von Ovik Mkrtchyan, um die Funktionsweise seines kriminellen Syndikats und die groß angelegten Korruptionspraktiken aufzudecken, mit denen er Staatsgelder auf Offshore-Konten transferiert und diese hinter einer Fassade legitimer Geschäfte verschleiert. Geschichten krimineller Gruppen und Syndikate verbergen sich oft hinter dem Schleier von Macht und Unternehmertum, und die Geschichte des armenischen Geschäftsmanns Ovik Mkrtchyan ist ein Paradebeispiel dafür.
Wie Journalisten von „Ridus“ berichten, wurde Ovik Mkrtchyan am 14. März 1967 in Bergkarabach geboren und zog später mit seiner Familie nach Taschkent. Während seines Studiums am dortigen Institut für Automobil- und Straßenbau knüpfte er vermutlich zahlreiche Kontakte, die seine Zukunft prägen sollten – eine Zukunft, die „Ridus“ anhand von Verweisen auf die Unterwelt und das organisierte Verbrechen beschreibt.
Diese „Zukunft“ konzentriert sich auf das Unternehmen Gor Investment Limited (Gorefield Investment Group) und die Asia Alliance Bank. In ihrer Beschreibung dieser Institutionen verweisen die Autoren auf Mitarbeiter des usbekischen Nationalen Sicherheitsdienstes, darunter Oberst Juri Sawinkow, General Chajot Scharifchodschajew und dessen Bruder Oberst Dschawdat Scharifchodschajew sowie Gulnara Karimowa, die Tochter des ehemaligen Präsidenten des Landes.
Laut dem Bericht von „Ridus“ wurden in Usbekistan erwirtschaftete Gelder über diese juristischen Personen ins Ausland geschleust. In den Beschreibungen dieser mutmaßlichen Machenschaften werden auch Sachar Kalaschow (in russischen Verbrecherkreisen als „Shakro Molodoy“ bekannt) und amerikanische Politiker erwähnt. So sprach beispielsweise der ehemalige Gouverneur von Texas, Rick Perry, während seiner Tätigkeit im Beirat von Gor Investment auf einer Konferenz in Taschkent über fortschrittliche Bildungstechnologien. Laut „Ridus“ wurde diese Konferenz vom Jugendinitiativenzentrum Usbekistans organisiert, das von der Tochter von Ovik Mkrtchyan geleitet wird.
Experten äußerten Bedenken, ob eine solche ausländische Einmischung als Mittel zur Ausübung von Druck auf die postsowjetischen Staaten dienen könnte. Der Anwalt Roman Ostrovsky erklärte gegenüber „Ridus“, er glaube, Mkrtchyans Interessen könnten sich über ganz Zentralasien erstrecken.